Das Software-Pflichtenheft ist das erste Dokument jedes DoliPlus-ERP-Anpassungsprojekts. So sind Ihre Anforderungen klar, bevor auch nur eine Codezeile geschrieben wird, und die Entwicklung startet auf soliden Grundlagen.
Keine Sorge: Dieser Leitfaden gibt Ihnen die richtige Richtung. Zudem begleiten wir Sie in jeder Phase.
Warum ein Software-Pflichtenheft erstellen

Ein Pflichtenheft formalisiert Ihre Anforderungen und die erwarteten Funktionen. Alle Projektbeteiligten haben so dieselbe Vorstellung. Konkret hilft es Ihnen,:
- das Projekt zu strukturieren;
- Ihre Ideen zu klären;
- Ihre Bedürfnisse präzise zu identifizieren;
- Ihr Projekt den Entwicklern zu vermitteln.
Das Dokument wird von der allgemeinen Übersicht bis ins Detail erstellt. Zuerst die Software-Beschreibung, dann die Aktionen jedes Nutzers.
Allgemeine Beschreibung
Beschreiben Sie zunächst in einfachen Worten das aktuelle Problem. Lassen Sie die Technik zunächst beiseite: Gehen Sie davon aus, dass alles möglich ist.
Das Pflichtenheft entsteht auch durch iterative Abstimmungen. Betrachten Sie Ihre erste Version als Entwurf, den wir gemeinsam verfeinern.
Beschreiben Sie dann die Ziele Ihrer Anforderungen. Zum Beispiel: Fehler beheben, Produktivität steigern, Fehler und Doppelerfassungen reduzieren, Statistiken erstellen oder den Kundenservice verbessern.
Legen Sie schließlich quantifizierte Ziele fest. Zum Beispiel: „Aktuell liegt die Kundenzufriedenheit bei 60 %, wir streben 80 % ein Jahr nach der Implementierung an.“

Projektumfang
Legen Sie dann die Projektgrenzen fest. Betrifft es alle Kunden? Alle Mitarbeiter? Alle Standorte? Zum Beispiel: „Wir konzentrieren uns zunächst auf die Kunden in Frankreich.“
Funktionale Beschreibung
Beschreiben Sie nun, was Ihre Anwendung leisten soll. Diese Übung ist entscheidend: Sie zwingt Sie, Ihre Anforderungen genau zu definieren.
Beginnen Sie mit den Hauptfunktionen und unterteilen Sie diese in Teilfunktionen. Beispielsweise lässt sich die Funktion „Kundenkontakt erfassen“ in „Datensatz anlegen“, „Datensatz bearbeiten“ usw. unterteilen. Gruppieren Sie anschließend die Aktionen nach Benutzertypen:
|
Benutzertyp |
Benutzeraktion |
Kommentar |
| Buchhalter | Kundenvertrag erfassen | Der Kunden-Datensatz muss vorhanden sein. |
| Mahnungen bei Zahlungsverzug versenden | Maximal 2 Mahnungen, konfigurierbar. E-Mail, SMS, Fax. | |
| Kundenaufträge erfassen | Aus dem Angebot wird direkt ein Auftrag, ohne erneute Eingabe. | |
| Verkäufer | Anfragen für Angebote prüfen | |
| Kontakt mit Interessenten aufnehmen | ||
| Vermittlungserfolg melden | ||
| Techniker | Einsatzbericht erfassen | |
| Arbeitsplan einsehen |
Zusätzlich wird für jede wichtige Funktion in einer Tabelle Ziel, Beschreibung, Einschränkungen und Prioritätsstufe festgelegt:
| Funktion: Neuen Kundenkontakt anlegen | |
| Ziel | Schneller Zugriff auf ein Eingabeformular mit den wichtigsten Daten. |
| Beschreibung | Das Formular wird per Shortcut geöffnet. Es enthält Kundennummer, Firmenname, Ansprechpartner usw. |
| Einschränkungen | Gilt für Bestandskunden; eine reduzierte Version für Interessenten folgt später. |
| Priorität | Hoch |
Benutzerrechteverwaltung
Software dient oft verschiedenen Benutzergruppen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten. Listen Sie daher die Nutzer, ihre Funktion und die erwartete Aktion in einem kurzen Satz auf:
|
Person (Abteilung) |
Nutzung der Software |
| Brigitte (Buchhaltung) | Verträge erfassen, Mahnungen versenden, Aufträge eingeben. |
| Franck (Vertrieb) | Angebotsanfragen prüfen, Interessenten kontaktieren, Vermittlungserfolg melden. |
| Robert (Technik) | Einsatzbericht erfassen, Arbeitsplan einsehen. |
Oberfläche und Bildschirme
Falls Sie eine Vorstellung vom Endresultat haben, erstellen Sie einen einfachen Entwurf – handschriftlich oder mit einem Texteditor. Dies hilft Entwicklern bei der Visualisierung.
Budget, Zeitplan und Organisation
Geben Sie abschließend die benötigten Ressourcen an: Budget, internen Projektverantwortlichen und gewünschten Fertigstellungstermin. Planen Sie bei komplexen Projekten zusätzlich Meilensteine und Testphasen ein.
Zusammenfassung
To boost productivity, it’s best to work with a single, shared reference system where each stakeholder contributes. A well-defined software specification is essential to tailor DoliPlus to your needs. In short, this preparatory work clarifies your requirements, processes, and organization, then secures the rest of the project.