Das LCR-Abbuchungsverfahren in DoliPlus ermöglicht es Ihnen, Ihre Rechnungen zwischen Unternehmen per Lettre de Change Relevé (LCR) einzuziehen, auch im magnetischen Format. So sichern Sie Ihre Zahlungen und steuern Ihre Liquidität.
Was ist eine Lettre de Change Relevé?
Die Lettre de Change Relevé (LCR) ist die elektronische Version der Wechsel. Konkret handelt es sich um ein zahlungsverpflichtendes Zahlungsziel zwischen Unternehmen (B2B), das vom CFONB standardisiert wurde.
Wofür wird sie verwendet?
- Sie ermöglicht dem Kunden, eine Ware oder Dienstleistung zu erhalten, ohne sofort zu zahlen;
- Sie garantiert dem Lieferanten eine Zahlung zum Fälligkeitsdatum;
- Sie bleibt schließlich ein gutes Liquiditätsmanagement-Tool für beide Parteien.
Für wen?
Die LCR ist für Firmen und Unternehmen reserviert. Sie gilt jedoch nicht für Privatpersonen.
Wie funktioniert sie?
- Zuerst erstellt der Lieferant die LCR über seine Bank;
- Dann übermittelt die Bank die elektronische Datei an den Kunden;
- Der Kunde akzeptiert oder lehnt ab;
- Schließlich wird der Betrag automatisch zum Fälligkeitsdatum abgebucht.
Vorteile und Risiken
Einerseits bietet die LCR dem Kunden eine Zahlungsfrist und dem Lieferanten eine sichere Zahlung. Zudem ermöglicht sie einen Bankeskonto, d.h. eine vorzeitige Zahlung gegen Gebühr.
Andererseits besteht das Risiko einer Nichtzahlung zum Fälligkeitsdatum. In diesem Fall erstellt die Bank eine Nichtzahlungsmeldung. Der Lieferant kann dann ein Inkassoverfahren einleiten, während die Bonität des Kunden bei der Banque de France beeinträchtigt wird.
Das LCR-Abbuchungsmodul von DoliPlus
Das LCR-Abbuchungsmodul automatisiert die gesamte Abwicklung:
- Es erstellt die standardisierte CFONB-Elektronische Datei aus den offenen Rechnungen;
- Es generiert diese Datei zur Übermittlung an Ihre Bank;
- Es verarbeitet Rückgaben: Die Rechnung wird in den Wartestatus zurückversetzt, für eine erneute Abbuchung, eine neue LCR oder einen Scheck;
- Es bucht die Rechnungen schließlich nach dem Bankgutschrift.
Installation
Zuerst aktivieren Sie das Modul (je nach Ihrem Angebot). Dann legen Sie in den Einstellungen die Standardbank und den für die Abbuchungen verantwortlichen Benutzer fest.

Abschließend verwalten Sie die Berechtigungen, um die richtigen Benutzer zu autorisieren.

Das Menü
Ein zweistufiges Menü ermöglicht Ihnen dann den schnellen Zugriff auf die Verwaltungsinterfaces.

Die LCR-Karteikarte auf der Rechnung
Über die LCR-Karteikarte der Rechnung können Sie die Rechnung zur Warteschlange hinzufügen oder entfernen. Dort legen Sie den Betrag, das Fälligkeitsdatum und die Art fest:
- Fälligkeitsdatum „E-3“ (Code 27), 3 Bankarbeitstage vor Fälligkeit;
- Fälligkeitsdatum „E-2“ (Code 28), 2 Bankarbeitstage vor Fälligkeit.
Hinweis: Bei einer Betragsänderung löschen Sie die Anfrage und erstellen sie neu. Zudem zeigt ein Indikator direkt auf dem Datensatz die Anwesenheit einer LCR-Anfrage an.

Die LCR-Abbuchungsoberfläche
Diese Oberfläche ermöglicht es Ihnen, eine neue Lastschrift ausstehender Rechnungen zu initiieren. Die Rechnungen müssen den Status “validiert” haben. Zudem begrenzt eine Auswahl per Checkbox den Umfang der Lastschrift.

Der Einreichungsbeleg

Diese Oberfläche bietet mehrere Registerkarten.
Registerkarte Dokumentenbibliothek
Die Registerkarte “Dokumentenbibliothek” enthält die generierten Dateien: eine .txt-Datei für die Bank und eine Kontrolldatei in Klartext.

Nach dem Hochladen der Datei bestätigen Sie den Bankeinzug mit einem Datum. Sobald der Betrag gutgeschrieben ist, klicken Sie auf “als eingezogen markieren”, um alle betroffenen Rechnungen abzuschließen.
Struktur der Einreichungen
Die erstellten 160-Zeichen-Überweisungsaufträge bestehen aus Datensätzen mit einer festen Länge von 160 Zeichen.
Einreichungen bestehen aus einer Gruppe von Überweisungsaufträgen mit folgenden gemeinsamen Merkmalen:
- Dasselbe Absenderkonto,
- Derselbe Überweisungstyp,
- Dasselbe Ausführungsdatum.
Einreichungen enthalten mindestens:
• Einen Absender-Datensatz pro Ausführungsdatum (Datensatzcode: “03”) mit den Angaben zum Auftraggeber.
• Einen oder zwei Empfänger-Datensätze pro auszuführender Überweisung:
– Datensatzcode: “06” (obligatorisch) mit den Merkmalen der Transaktion, insbesondere der Bankverbindung.
• Einen Summen-Datensatz (Datensatzcode: “08”) mit dem Gesamtbetrag der Einreichung.
Die Dateien mit 160-Zeichen-Überweisungsaufträgen können 1 bis n Einreichungen enthalten. Diese Einreichungen müssen zwingend vom selben Typ sein.
Hinweis zu Kundennamen
Die Norm erlaubt lateinische Zeichen: nicht-akzentuierte Buchstaben, Zahlen und einige Sonderzeichen (/ – ? : ( ) . , ‘ +).
Daher sollten Sie Firmennamen und Referenzen prüfen. Zeichen wie « & », « < » oder « > » können zu Ablehnungen führen. Keine Sorge: Ein automatischer Prozess entfernt bereits Akzente.

Registerkarten Zeilen, Ablehnungen und Rechnungen
Diese Registerkarten ergänzen die Nachverfolgung. “Zeilen” erfasst Ablehnungen und aktualisiert Zahlungen. “Ablehnungen” listet sie auf, “Rechnungen” zeigt die im Beleg enthaltenen. Eine Statistik-Registerkarte fasst zudem Ihre Lastschriften zusammen.
Die Übersichtslisten
Abschließend bieten mehrere Listen einen Gesamtüberblick:
- Zahlungen nach Zahlungslinie,
- LCR-Lastschriften,
- über LCR bezahlte Rechnungen,
- abgelehnte Lastschriften,
- LCR-Statistiken.
Für eine alternative Inkassomethode entdecken Sie auch die SEPA-Lastschrift.